Du bist mir zu dick geworden!

Ein Satz, der einen innerhalb von Sekunden in Stücke zerreißt. Ein Satz, der innerhalb von Sekunden dafür sorgt, dass die Tränen fließen. Ein Satz, gegen den man machtlos ist. Denn was kann man gegen einen solchen Satz tun? Wenn er wahr ist. Wenn die Kilos drauf sind. Wenn man sich verändert hat. Wenn die Hosengröße in drei Jahren hoch gegangen ist.

Liebesentzug, weil die Waage zuviel anzeigt. Für mich eine Höchststrafe. Der Körper zählt mehr als das Innere. Mehr als die Seele, der wahre Kern. Zählt mehr als die Fröhlichkeit, die Lebenslust. Zählt mehr, als der Wunsch alles zu geben. Zählt mehr als der Wunsch, das Leben auszuprobieren und mutig durch die Welt zu gehen.

Lange habe ich nach diesem Satz an mir gezweifelt. Habe mich versteckt und eingeigelt. Doch wie schon zu Ur-Großmutters Zeiten: die Zeit heilt alle Wunden! Heute weiß ich, nicht die Kilos waren das Problem. Sondern das Unglücklichsein miteinander. Man kann auch sagen, ich habe mir drei Jahre lang über Essen selber Liebe zugeführt. Auch diese Seite am Dicksein gilt es zu betrachten. Viele Zeichen haben darauf hin gedeutet, dass der Mann nicht Mr. Right ist. Unter anderem habe ich mich vor seinem Schweiß geradezu geekelt. Es gab noch mehr deutliche Signale. Aber ich habe sie alle ignoriert. Weil ich es doch so unbedingt wollte. Und statt mich selber so zu lieben wie ich bin und einzusehen, dass ich mit diesem Mann auf dem Holzweg bin, habe ich gegessen. Und mir eine Schutzschicht angefuttert. Ein richtig dickes Fell zugelegt. Alles was mir in den Weg gekommen ist, habe ich gegessen. Möglichst mit viel Zucker drin. Um die Produktion der Glückshormone von außen anzukurbeln. Und um mich gegen die traurigen, verletzenden Momente zu schützen. Jetzt, hier und heute und 25 Kilo später – weiß ich, dass ich zuerst mich selbst lieben muss. So wie ich bin. Inclusive aller Pfunde und aller Fehler. Und davon gibt es einige! Vom Perfektsein bin ich weit entfernt. Und dass ich durchaus meinen Gefühlen und meinem Instinkt vertrauen kann. Dass mein Körper und meine innere Stimme mir deutliche Signale geben, wer gut für mich ist und wer nicht. Ich muss nur drauf hören. Und wenn es nicht sein soll, dann soll es nicht sein.

Ihr Lieben alle da draußen, niemand von uns ist perfekt. Aber eins ist sicher, wer einem an den Kopf wirft, “Du bist mir zu dick geworden” oder auch umgekehrt “Du bist mir zu dünn geworden”, da kann ich nur sagen: Der ist es nicht!! Da stimmt irgendetwas nicht. Auf zum nächsten oder den Mut haben, die wahren Probleme auf den Tisch zu packen. Und dann ehrlich zu sich selbst sein und gucken, ob es immer noch passt.

Und wisst Ihr was? Manchmal ist es so, dass man sich aus lauter Frust wegen einem Typ ganz viele Kilos angefuttert hat und es in großem Chaos endet. Und man am Ende allein mit all seinen Kilos da sitzt. Und dann kommt ein Mann vorbei, der das toll findet. Für den es ein Segen ist, dass da eine Frau ist, die sich weich anfühlt! Denn manchmal meint das Schicksal es auch einfach gut mit einem! Darum ab jetzt liebe Mädels, die Ihr ähnliches erlebt habt: AUGEN AUF! Ihr wisst nie, wer als nächstes die Rolltreppe im U-Bahn-Schacht hochkommt! Viel Spaß mit der Liebe!

 

Große Größen Model

Der Bericht in der Vogue hat mich dazu veranlasst, ein bisschen im Netz zu stöbern und zu gucken, welche Unternehmen tatsächlich mit einem Plus Size Model arbeiten. Und zwar nicht wie Chrystal Renn in Größe 40, sondern mit wirklichen Rundungen!

Dabei bin ich mal wieder über ein Video gestolpert! Unsere Nachbarn aus Holland haben da mit x-two eine schöne Demonstration, wie es auch geht! Seht selbst:

Wer selber darüber nachdenkt, als Plus Size Model zu arbeiten. Auch dafür gibt es Agenturen! In Hamburg sucht die Agentur Curve Model Management deutschlandweit alles aus dem Große Größen-Bereich. Und wie im richtigen Leben – werden da auch Männer gesucht!!!

 

Vogue

Nachdem die Frauenzeitschrift Brigitte in Deutschland auf Models der Konfektionsgröße 0 verzichtet, will nun auch die Vogue nachziehen. Keine Unter-16-jährigen-Models und keine Magermodels mehr. Jüngere Mädels sollen von den älteren unter die Fittiche genommen werden, Designer sollen ihre Musterkollektionen anpassen. Hört sich doch wunderbar an. Zumindest im ersten Moment und in der Planung!

Die Frage bleibt, wie sieht die tatsächliche Umsetzung aus? In der Brigitte sind keine absoluten Hungerhaken mehr, das stimmt. Die mehrheitlich in Deutschland getragenen Konfektionsgrößen wie 42/44/46 habe ich allerdings noch nicht wirklich darin gesehen. Was ich persönlich vollkommen ok finde. Ich gucke mir auch gerne schlanke Frauen in schönen Kleidern an. Ist doch eh Werbung, Fotomontage und eine Phantasiewelt. Die Frage ist nur, warum soviel Trara darum gemacht wird, dass nur “normale” Frauen abgebildet werden, wenn am Ende doch alle dünn sind.

Das gleiche System wird wohl auch für die Vogue gelten. Was einerseits zu befürworten ist, da der Magerwahn unter den Models dann eventuell etwas eingedämmt wird. Andererseits sieht die normale Durchschnittsfrau immer noch anders aus, als die Vogue es vermitteln wird. Ich freue mich darüber, das ein so großes Magazin wie die Vogue diesen Schritt wagt und bin dennoch skeptisch, was die Umsetzung betrifft. Und ich hoffe inständig, dass keines der jüngeren Models von Kate Moss unter die Fittiche genommen wird. Denn die hat mit ihrem Ausspruch “Nichts schmeckt so gut, wie dünn sein sich anfühlt!” nicht unbedingt Vorbildcharakter. Warten wir also ab, mit welchen Fotos die Vogue demnächst daher kommt! Ab Juni soll es losgehen. Ich bin gespannt!

 

Hier noch der Link von Focus online, durch den ich auf dieses Thema gekommen bin!

Vogue bald ohne Magermodels

Diäten

Am Sonntag, 06. Mai ist der Anti-Diät-Tag. Für was es nicht alles einen Tag gibt. Sogar dafür. Haben wir also alle die offizielle Erlaubnis ausgiebig zu schlemmen an diesem Tag! Sehr schön!

Wenn ich sage, ich hab noch nie über eine Diät nachgedacht…..Glatt gelogen! Ich hab schon so ziemlich alles ausprobiert. Mit viel Erfolg und mit wenig Erfolg. Mal engagiert, mal genervt. Richtig genossen hab ich die Zeit nie. Zumal das Gewicht immer wiedergekommen ist. Die Diät war letztlich nie die Lösung der Probleme. Manchmal hat die Diät die Probleme sogar eher verstärkt. (Nix zu essen = ich bin sehr gereizt!)

Seit ein paar Jahren gibt es in meiner Küche allerdings etwas, was mich davon abhält, irgendwelche komischen, verrückten Blitzdiäten auszuprobieren. Es ist ein Zeitungsschnipsel. Hab ich vor Jahren in einer Frauenzeitschrift ausgeschnitten. Noch heute muss ich grinsen, wenn ich an den Lachanfall denke, den ich bekommen habe, als ich diesen Satz gelesen habe. Ich hatte gerade mit meiner Mitbewohnerin in der Studenten-WG ein Diät-Projekt gestartet. Es war furchtbar. Man durfte nach einem ganz komischen Plan nur eigenartige Sachen essen. Unter anderem ständig Kochschinken, den ich gar nicht mag! Das ganze wollten wir eine Woche durchhalten, um den Anfang zum wirklichen Abnehmen erfolgreich zu gestalten. Nach zwei Tagen konnte ich nicht mehr klar denken. Meine Gedanken kreisten nur noch ums Essen, da ich ja genau das nicht durfte. Nach drei Tagen war ich gereizt und launisch. Nach vier Tagen gab es zum ersten mal Streit in der WG! Nach fünf Tagen kam dann meine Erlösung! Die mir gezeigt hat: So geht es einfach nicht!

Ich schlage also diese Frauenzeitschrift auf und lese diesen Satz. Der in kurzer, knapper Form sehr deutlich macht, dass das mit dem Abnehmen auf die Schnelle total der Mumpitz ist. Nach diesem Satz hab ich mir selber gesagt:”Martina – lass es einfach!” Es wirkt bis heute! Und bringt mich immer noch zum Lachen! Denn dieser Satz hat in einer Millisekunde für eine solche Erleichterung und Erheiterung gesorgt, dass ich diesem Satz wirklich dankbar bin. Den Kochschinken hab ich sofort weggeworfen und mir direkt was Leckeres gegönnt! Mit viel Genuss – denn das ist doch das Wichtigste! Der Genuss!

Hier mein Anti-Diät-Tag-Satz:

 

Zehn Pfund Foto

 

 

 

Eine Situation – Zwei Sichtweisen

Die Situation:

Im Cafè. Er sitzt allein an einem Tisch, ist guter Dinge, hat einen freien Tag. Und er überlegt, ob er bezahlen soll, damit er noch ein bisschen draußen die Sonne genießen kann. Dann kommt sie gut gelaunt herein. Sie sieht ihn, er gefällt ihr. Er sieht sie, sie gefällt ihm. Der letzte freie Tisch im Café ist direkt neben ihm.

Sie:

War ja klar, dass der einzige freie Tisch in der hintersten Ecke ist und ich mich durchquetschen muss. Und warum musste ich gerade heute den schwarzen Rock anziehen, darin seh ich ja völlig unsportlich aus. Nun gut. Setze ich mich eben in die Ecke. Wenn ich mich ganz doll strecke, passe ich vielleicht durch die Lücken. Dann sieht er zwar, dass ich voll den Atombusen habe, aber besser, als wenn ich mit meinem Hintern an den Tisch stoße und dabei etwas umfällt. Gott sei dank! Das ist gerade nochmal gut gegangen. Hm, was bestelle ich denn jetzt? Eigentlich hatte ich mich auf den leckeren Käsekuchen und einen Milchkaffee gefreut. Aber dann denkt er, dass ich eh schon zuviel auf den Rippen habe. Ich bestelle lieber nur eine Cola light. Am besten ich hole sofort mein Buch raus. Nicht dass er auf die Idee kommt, ich wär so eine einsame, vergrämte, hilflose Single-Frau. Na toll, war ja klar. Er bezahlt. Und dabei hat er mich beim reinkommen so schön angelächelt. Wahrscheinlich hat er aus der Nähe meinen Bauch gesehen und findet mich zu dick. Schade! Muss ich wohl auf die nächste Gelegenheit warten.

Er:

Oh wow! Was für eine tolle Frau! Da sollte ich besser doch noch was bestellen. Zum Glück ist nur noch der Tisch neben mir frei! Endlich mal eine Frau, die ihre Kurven zeigt. Der schwarze Rock gefällt mir. Und was für einen dynamischen Gang sie hat. Und wie sie sich durch die Tische schlängelt. Selbstbewusst, der Körper wunderschön gestreckt. Die Figur ist der Hammer. Toller Busen! Und der Hintern ist ein echter Hintern. Ein Hingucker! Hoffentlich stößt sie an meinen Tisch und wirft etwas um. Dann habe ich einen Grund, ein Gespräch anzufangen. Was sie wohl bestellt? Sie sieht aus, als könnte sie das Leben genießen. Oh, Cola light. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Naja, vielleicht lade ich sie einfach gleich ein! Ach nein, sie holt ein Buch raus. Die will allein sein. Was auch sonst. So eine Frau ist eh vergeben. Dann bezahl ich mal besser. Dabei hat sie mich so schön angelächelt, als sie reingekommen ist. Wahrscheinlich hat sie aus der Nähe gedacht, dass ich ihr zu schmächtig bin. Schade! Muss ich wohl auf die nächste Gelegenheit warten.

 

Diese Situation könnte auch anders ausgehen. Das Leben ist doch zu schön, um auf die nächste Gelegenheit zu warten. Ich versuche auch immer mehr, selbstbewusst durch die Welt zu gehen! Und was soll ich sagen. Es kommen tolle Begegnungen dabei heraus. Und sei es nur für einen schönen Nachmittag! Mädels – holt die Röcke raus, es ist Frühling!

Luxuslärm mit “Mehr Gewicht”

Hier ein tolles Video zum Kurventhema!

Die deutsche Band Luxuslärm feat. Culcha Candela packt mit ihrem Song “Mehr Gewicht” das Thema “Dick sein” an. Wunderbar, dass es in Zeiten von “Germany’s Next Topmodel” und “DSDS” auch Leute im Land gibt, die klarstellen, dass man durchaus mehr drauf haben darf!

Ich bin eine Übergröße – Und das ist gut so

Zwei Jahre lang habe ich genau drei Jeanshosen getragen. Alle Größe 46, alle gleicher Schnitt, alle gleiche Marke. Nach dem Waschen musste ich mich reinschießen und fünf Minuten mit offenem Knopf rumlaufen, bevor sie zu gingen. Wirklich gut gesessen haben sie nicht. Der Bauch war eingequetscht und Bewegungsfreiheit sieht auch anders aus.

Dann kam der Tag der Tage! Der Super-Gau trat ein! Eine Hose dreckig in der Wäsche und die beiden anderen rissen beide beim anziehen im Schritt ein. Man könnte auch sagen – geplatzt! Das ließ sich nun wirklich nicht mehr kaschieren. Mir blieb eine einzige Lösung: Neue Jeans mussten her! Genau das Einkaufserlebnis, vor dem ich mich monatelang gescheut hatte. Und wohin gehen? In die gängigen Stores wie Esprit und S.Oliver? Geschenkt, das brauchte ich gar nicht versuchen. Ich strebte also auf die Übergrößen-Abteilung bei C&A zu. Mutig nahm ich jede Jeans die mir gefiel in Größe 50 mit. Sechs verschiedene Modelle. Und es passierte das Unglaubliche: SIE PASSTEN ALLE!!! Einfach so. In der einen fand ich mich sogar richtig sexy. Ganz stolz auf mich selbst kaufte ich an diesem Tag drei Paar neue Jeans. Ein vorsichtiges Lächeln huschte über mein Gesicht. Meine ersten Jeans in Großer Größe.

- Das alles ist nur ein paar Wochen her. Und was soll ich sagen: Ich besitze inzwischen auch einen schwarzen Bleistiftrock (aus dem Kurvenhaus/Hamburg), der passend für Rundungen vorgeformt ist. Und ein Kleid das luftig sitzt und den Körper umspielt (S.Oliver im Internet 42+) und Weitschaftstiefel, die meinen Waden die nötige Standfestigkeit geben (Loveboots/Hamburg). Ich hab gelernt, dass es wichtig ist, die passende Größe zu tragen. Und dass sich das verdammt gut anfühlt. Und je besser die Sachen sitzen, umso besser sieht es aus.

Mädels- traut Euch in die Übergrößen-Abteilung!!

Für mich gilt auf jeden Fall: Ich bin eine Übergröße – und das ist gut so!

Schöne Frauen in Plus Size

Ihr Lieben,

bei meiner Suche nach schönen Sachen in Übergröße habe ich dieses Video entdeckt. Die Frauen sind alle Plus Size Models und dabei wirklich lecker anzusehen. Außer Plus Size verstehe ich zwar kein Wort, doch die Bilder sprechen für sich!! Schaut es Euch an und genießt, wie die Damen ihre Übergrößen-Mode präsentieren. Da bekommt man doch Lust auf Kurven!

Habt einen schönen Tag!